Wussten Sie schon?

Salz Der Mensch benötigt täglich ca. 6g Salz um überleben zu können. Früher galt es als ein wertvolles Gut („dasweiße Gold“) und brachte vielen Reichtum und Macht. Mit der Industrialisierung änderte sich dies und Salzmutierte zum billigen Alltagsprodukt. Ägypter, Sumerer und Babylonier nutzten Salz nicht nur zum Konservieren ihrer Nahrungsmittel, sondernauch zur Mumifizierung ihrer Leichname. Sie gewannen das Salz aus Meerwasser oder aus Ablagerungen inihren Salzwüsten. Griechen und Römern nutzen ausschließlich Meersalz. Die Salzherstellung aus eigensangelegten Salzgärten war sehr aufwendig und so war Salz auch in diesen Kulturen ein hoch geschätztesGut. Der Handel mit Salz war ein einträgliches Geschäft und viele Städte kamen dadurch zu Reichtum. Romentstand zum Beispiel an der Stelle, wo sich der Salzhandelsweg mit dem Lauf des Tibers kreuzte. DieBezeichnung „seinen Sold“ bekommen, stammt aus dieser Zeit, denn Beamte und Soldaten wurden teilweisemit Salz ausbezahlt. Auch die Kelten kannten einige Jahrhunderte vor Christus schon raffinierte Methoden der Salzgewinnung.In Hallstatt (das älteste bekannte Bergwerk der Welt), wurde Salz mehrere Jahrhunderte lang gefördert. Vonhier wurde das “weiße Gold” nach Deutschland, Italien und auf den Balkan exportiert. KunstvolleGrabbeigaben aus dieser Zeit zeugen von dem Reichtum, den Hallstatt durch den Salzhandel erlangte. Im 4.Jhdt. vor Chr. wurde die Bergbauanlage aber durch einen Erdrutsch größtenteils verschüttet und dasflorierende Geschäft hatte ein Ende. In Bad Nauheim oder Schwäbisch Hall wurde auch Salz gewonnen,allerdings mit einer aufwendigeren Technik. Sole, das salzhaltige Wasser, wurde in Wannen aufgefangenund in dickwandigen Tonkrügen auf einer groß angelegten Feuerstelle eingedampft. Im Mittelalter wurde Salz dann größtenteils durch das Sieden von Sole hergestellt. Es wurden Hohlräume inSalzgestein geschaffen und Wasser eingeleitet. In Salinen wurde das Salzwasser so lange erhitzt, bis nurnoch Salz übrig blieb (Bad Reichenhall, Lüneburg und Halle). Während des gesamten Mittelalters blieb das Salzgeschäft sehr einträglich für den Adel und Klöster, dennsie belegten den Handel mit Zöllen und Steuern. Aber auch Städte und Kaufleute kamen zu großemReichtum. Leider kam es dadurch aber auch zu Konkurrenzkampf und Neid. Über Jahrhunderte hinweg gabes immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen um das Salz. Beispielsweise eine kleine Geschichte ausdem Jahr 1156: Heinrich der Löwe ließ die alte Isarbrücke bei Freising zerstören, um selbst von denGewinnen des Salzhandels profitieren zu können. Der Transportweg von Bad Reichenhall lief nun überMünchen und er konnte dafür eine Maut kassieren, was München zu Reichtum verhalf. Eine der wichtigsten Salzstädte im Mittelalter war Lüneburg. Bereits 956 gab es dort eine Saline. DasLüneburger Salz wurde in 54 Siedehütten gewonnen, die je vier Bleipfannen enthielten. Das Brennholz, dasfür die Siedehütten benötigt wurde, die 24 Stunden im Einsatz waren, wurde in den dichten Wäldern derUmgebung gerodet und so entstand die heutige Heidelandschaft. Pro Jahr produzierte das mittelalterlicheLüneburg in seinen Salzpfannen mehr als 20.000 Tonnen Salz. Noch bis ins 18. Jahrhundert wurde mehr alsdie Hälfe des Lüneburger Salzes über Lübeck umgeschlagen. Auf dem Seeweg gelangte es in den gesamtenOstseeraum bis nach Skandinavien und ins Baltikum. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde aus dem weißen Gold ein billiges Alltagsprodukt. Mit neuen Methodenwurden bisher unbekannte Salzlagerstätten entdeckt und auch der bergmännische Abbau von Steinsalzwurde in dieser Zeit stark vorangetrieben und machte das Deutsche Reich zu einem der größtenSalzproduzenten der Welt (Staßfurt und Friedrichshall). Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland70 Salinen und 20 Salzbergwerke, die 140.000 Tonnen Salz jährlich produzierten. Inzwischen sind inDeutschland nur noch sechs bedeutende Unternehmen in der Salzgewinnung tätig, die mit durchschnittlichrund 15 MIO Tonnen Salz 6 % der Weltproduktion herstellen.In der Gourmetküche verwenden wir heute eher exotische Salze, die durch ihre Herkunft und derBodenbeschaffenheit besondere Geschmackrichtungen hervorbringen. Auch die unterschiedlichenInhaltstoffe sind aus naturheilkundlichen Aspekten sehr interessant. Lassen Sie sich von unseren Exoten„Schwarzes Hawaiisalz“, Kala Namak, Fleur de Sel oder Rosa Kristallsalz u.v.m. verzaubern. Odergenießen Sie unsere feinen Kräutersalzmischungen.