Wussten Sie schon?

Paprika Paprika (Capsicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und wird vor allem alsGemüse und Gewürz verwendet. Entsprechend Größe, Farbe und Geschmack und Schärfe sind sie unterverschiedenen Namen (Chili, Spanischer Pfeffer, Peperoni, Peperoncini oder Pfefferoni) bekannt. DieBezeichnung Paprika stammt aus dem serbischen pàprika, eine Weiterentwicklung des Wortes pàpar‚Pfeffer‘, das wiederum vom lateinisch piper ‚Pfeffer‘ ableitet wurde. Das türkische Begriff Biber leitet sichvom gleichen Ursprung wie Pfeffer ab und ist gleichermaßen eine Bezeichnung für Pfeffer, Paprika(Gemüse und Frucht), Chili bzw. Chilipulver. Die meisten Sorten werden in Kultur fast immer einjährig gehalten. Die Art Capsicum annuum ist die amhäufigsten angebaute Sorte der Chilis. Zu dieser Art gehören so gut wie alle milden (Gemüsepaprika) odermoderat scharfe Sorten (Peperoni) und die meisten der scharfen und sehr scharfen Chilis. Hierzulandeerhältliche Chilis sind fast immer Capsicum annuum-Sorten.Inhaltsstoffe Ätherisches Öl, Zucker, Protein, Fett, Salicylat, Capsaicin (Schärfe) Vitamin C, Flavonoide, Kalium, Magnesium, Calcium, Tocopherol Carotine und Anthocane (Farbstoffe) Herkunft: Ursprünglich stammen die Paprikasorten aus Mittel- und Südamerika. Ausgrabungen in Mexikobelegen eine Nutzung von Paprika (Wildform) bereits 7000 v.Chr. Christoph Kolumbus brachte die Früchtedann nach Europa, zunächst unter dem Namen Pimienta (schwarzer Pfeffer). Schon bald wurden die erstenFrüchte in Spanien unter der Bezeichnung „Spanischer Pfeffer“ angebaut und kultiviert. Noch heutebezeichnen die Spanier den Paprika als Pimienton. Der erste Nachweis von Paprikapflanzen in Deutschlandstammt aus dem Jahre 1542. Die größten Paprikaproduzenten sind China, Mexiko und die Türkei, gefolgt von Indonesien, Spanien undden USA. Verwendung: Heutzutage wird Paprika als Gemüse in so gut wie allen regionalen Küchen verwendet. AlsGewürz kommt es in unterschiedlichen Schärfegranden auf den Markt. So unterscheidet man beimungarischen Paprika zwischen Rosenpaprika – Halbsüß – Edelsüß – Delikatess – Extra oder bei spanischenPaprika Dulce (vergleichbar mit Edelsüß) und das kräftigere Picante. Scharfes Paprikapulver wird oft alsCayennepfeffer bezeichnet, verweist aber eigentlich auf die verwendete Chilisorte Cayenne. Darüber hinauswird Paprika in vielen Saucen und Mischungen angewandt: Tabascosauce, Sambal Oelek (Indonesien),Ajvar Südosteuropas, Harissa (Nordafrika), Mojo (Kanarische Inseln), Mole und diverse Salsas (Mexiko).Bedeutung in der Naturheilkunde: gegen Verdauungsschwäche, Verschleimung des Magens, Malaria. Inder Homöopathie wird Capsicum annuum u.a. bei Mastoiditis, schmerzendem, stinkendem Husten,Übergewicht und Schlafstörung, bei Melancholie und Sucht angewandt. Bereits die amerikanischenUreinwohner nutzten Paprika als Heilmittel, unter anderem gegen Zahnschmerzen oder Arthrose. Sehrgebräuchlich sind Wärmepflaster bei rheumatischen Schmerzen, Hexenschuß, Migräne, Gürtelrose,diabetische Neuropathie.